Schon die Anfahrt nach Bad Adelholzen gestaltet sich spektakulär. Steil windet sich der Weg den Hang hinauf. Im dichten Wald der Kuppe vermutet man kaum einen großen, überregional bekannten Getränkehersteller. Im Scheitelpunkt der nächsten Kurve jedoch, zeigt sich die beeindruckende Industrieanlage. Überraschend harmonisch fügt sich die moderne Architektur in die Landschaft ein. Silbrig glänzend trohnt das neue Hochregallager über dem Tal, vor den Werkshallen warten Stapel blauer Getränketräger.

Vom großzügigen Besucherparkplatz aus findet man rasch den Weg zur Adelholzener Wasserwelt. Nach einer freundlichen Begrüßung im gläsernen Foyer beginnt der Rundgang durch die Jahrhunderte seit Entdeckung der Quelle vor über 1700 Jahren. 1907 übernahmen die Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul das Kurbad Adelholzen. Aus der bescheidenen Abfüllung des Heilwassers wurde die Adelholzener Alpenquellen GmbH mit einem Jahresumsatz von über 166 Millionen Euro.

Die heutige Produktion wird aus mehreren Quellen der unmittelbaren Umgebung gespeist. Neben dem klassischen Heilwasser werden mehrere Mineralwasser und Erfrischungsgetränke unter den Marken Adelholzener und Active O2 angeboten. Mit über 590 Millionen Füllungen im Jahr gehört Adelholzener zu den größten Mineralbrunnen in Deutschland. Bis heute fliessen die Erlöse aus dem Unternehmen in zahlreiche soziale Projekte.

Mit dem Gang durch die gläserne Produktion erreicht die Führung ihren Höhepunkt. Große Schaufenster im oberen Stockwerk verschaffen dem Besucher einen guten Überblick. Unten in der Halle durchlaufen hunderte Flaschen gleichzeitig ein komplexes Gewirr aus Laufbändern und Maschinen. Es riecht fruchtig süß nach dem Sirup der aktuellen Produktion, es klappert und rattert gedämpft durch die Scheiben.

Im Anschluss kann das umfangreiche Produktportfolio an der Probiertheke getestet werden. Es empfiehlt sich ein Abstecher zur Primusquelle, vorbei am alten Kurhaus und der St. Primus Kapelle. Bescheiden und unspektakulär plätschert das Heilwasser aus dem Fels. Kenner füllen mitgebrachte Flaschen ab, es ist ruhig hier und friedlich im Holze des Andlo.